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Pflegekonzept

 

Index

 

1. Selbstverständnis der Pflege (DKD)

2. Pflegeziele

3. Leistungsangebot der Pflege

4. Pflegetheorie

5. Definition des Pflegeprozesses

6. Pflegeorganisationsform

7. Koordination/ Kooperation/ Schnittstellen

7.1 Zusammenarbeit innerhalb der DKD

7.2 Zusammenarbeit mit der Management- und Servicegesellschaft

7.3 Zusammenarbeit mit weiteren Dienstleistern

 

 

1. Selbstverständnis der Pflege (DKD)

 

Aus dem Krankenpflegegesetz (KrPflG) und der Rahmenberufsordnung des Deutschen Pflegerats sowie der Leitbilder unserer Einrichtungen ergeben sich für das Pflegeselbstverständnis im Diakonissenkrankenhaus Dessau folgende Ansätze:

 

Beruflich Pflegende sollen fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen besitzen, um diese in der verantwortlichen Mitwirkung bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten zu nutzen. Dazu muss sich jeder beruflich Pflegende an den Erkenntnissen in Pflege-, Sozial- und Kommunikations-wissenschaften und der Medizin orientieren. Eine qualifizierte Aus- und stetige fachliche Fort- und Weiterbildung ist somit selbstverständlich.

 

Die Pflege erfolgt unter Einbeziehung präventiver, rehabilitativer und palliativer Maßnahmen und hat die Wiedererlangung, Verbesserung, Erhaltung und Förderung der psychischen und physischen Gesundheit des zu pflegenden Menschen als Ziel. Dabei sind die unterschiedlichen Lebenssituationen sowie Lebensphasen und die Selbstständigkeit der Menschen zu beachten. Auch das Sterben ist ein Teil des Lebens. Daher erfahren Sterbende unsere besondere Aufmerksamkeit und Begleitung.


Marienheim Außenansicht

 

Grundlage unseres Handelns ist das christliche Menschenbild. Jeder Mensch hat eine von Gott geschenkte unverlierbare Würde und allen Menschen gilt die uneingeschränkte Liebe Gottes. In besonderem Maß gilt dies den uns anvertrauten Patienten und ihren Angehörigen.

 

'' Eigenverantwortliche Aufgaben der Pflege gemäß KrPflG §3 Abs. 2:

 

  • Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, geplante Pflege, Organisation, Durchführung und Dokumentation (d.h. Anwendung des Pflegeprozesses),
  • Evaluation der Pflege, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege (d.h. jeder Mitarbeiter hat hier eine Verantwortung für die gezielte Nutzung der Ressourcen des Unternehmens),
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen und ihren Bezugspersonenin der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit,
  • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes.

 

'' Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung sind:

 

  • eigenständige Durchführung ärztlich veranlasster Maßnahmen,
  • Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation,
  • Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen.

 

 

'' Aufgaben im interdisziplinären Team

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen und dabei multidisziplinäre und berufsgruppenübergreifende Lösungen von Gesundheitsproblemen entwickeln. Unterstützung der Arbeit im therapeutischen Team. Stärken gilt es zu stärken und Schwächen zu schwächen. An den Schnittstellen unterstützen sich die Berufsgruppen gegenseitig.

 

Hieraus ergeben sich folgende Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen für beruflich Pflegende:

 

Kompetenzen          .

Schlüsselqualifikationen

Handlungskompetenz

  • Pflegesituationen in ihrer Gesamtheit und in ihren Elementen wahrnehmen und beurteilen
  • Grenzen akzeptieren und geeignete Hilfen beanspruchen bzw. anbieten
  • Veränderungen einer Situation erkennen und somit mittel- und langfristige Entwicklungen voraussehen
  • auf Grund von Prinzipien ein breites Repertoire an Methoden und Techniken einsetzen

Begutachtung / Bedarfsermittlung / Beratung

  • Ressourcen bei sich und anderen wahrnehmen, erhalten und entwickeln
  • Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen, Initiativen ergreifen
  • im Wechselspiel zwischen Anteilnahme, Engagement und Distanz Beziehungen aufbauen, erhalten und ablösen

Dokumentationsansätze

  • sich situationsgerecht, verständlich und differenziert ausdrücken
  • Aufgaben der Pflegedokumentation kennen (Information, Kontrolle, Leistungsdarstellung)
  • keine persönlichen Wertungen vornehmen

Organisations-/ Koordinationsansätze

  • Grundlage der Kooperation mit allen am Versorgungsprozess Beteiligten ist das christliche Menschenbild.
  • aus der Grundhaltung der Wertschätzung heraus mit anderen zusammenarbeiten

Kommunikation

  • Pflegesituationen in ihrer Gesamtheit und in ihren Elementen
  • Regeln der Kommunikation kennen und anwenden
  • ethische Grundhaltungen entwickeln und sie in konkreter Situation vertreten
  • Konflikte angehen, lösen und aushalten

Anleitungskompetenz

  • Ressourcen bei sich und anderen wahrnehmen, erhalten und entwickeln
  • Pflegehandlungen sicher und professionell ausführen
  • sich situationsgerecht, verständlich und differenziert ausdrücken
  • die Wirkung des eigenen Handelns beurteilen und reflektieren

Wirtschaftliche Ansätze

  • Veränderungen einer Situation erkennen und somit mittel- und langfristige Entwicklungen voraussehen
  • Ressourcen (Verbrauchsmaterial) gezielt und bewusst einsetzen/ Erfolg des Einsatzes kontrollieren
  • die Wirkung des eigenen Handelns beurteilen und reflektieren

Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Pflegepraxis

  • für Veränderungen und Neuerungen offen sein
  • auf Grund von Prinzipien ein breites Repertoire an Methoden und Techniken einsetzen
  • zeitnahe Umsetzung neuer pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse

 

In den Stellenbeschreibungen sind die Aufgabenfelder für die Mitarbeitenden im Pflege- und Funktionsdienst konkret beschrieben.

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2. Pflegeziele

 

Krankenpflege blickt im Diakonissenkrankenhaus Dessau auf eine langjährige Tradition zurück und ist damals wie heute von der Idee geprägt, eine patientenorientierte Versorgung auf Grundlage des christlichen Menschenbildes zu gewährleisten. Pflege ist sowohl qualitativ als auch quantitativ auf den Menschen in seiner Ganzheit abgestimmt und nicht nur auf seine Krankheit.

 

Ansicht Marienheim

Die derzeitigen Veränderungsprozesse und die Reformen im Gesundheitswesen - wie z.B. die Forderung ambulant vor stationär, die Einführung von DRG mit Abschluss der Konvergenzphase und integrierte Versorgung, die Zentrenbildungen sowie das neue Krankenpflegegesetz - stellen an die Pflegenden neue Anforderungen. Neben der Patientenorientierung und Mitarbeiterorientierung ist die wirtschaftliche Betriebsführung wichtig.

 

Aus diesen Anforderungen leitet sich die pflegerische Zielsetzung für die nächsten Jahre ab. Ziele für die pflegerische Arbeit sind

 

  • die Vorgaben des Leitbildes des Diakonissenkrankenhaus Dessau  sind mit Leben zu füllen - dies soll besonders in Grenzsituationen von Pflege und Medizin im klaren Bezug zum christlichen Menschenbild stehen und die Würde eines jeden Menschen sichern,

 

  • die Kommunikation und Interaktionsfähigkeit der Pflegenden ist zu stärken,

 

  • die Fähigkeit zur Empathie, d.h. das einfühlende Verstehen des Patienten bezüglich seiner Situation und seiner Angehörigen ist zu fördern

 

  • die Pflegequalität ist über Pflege- Behandlungs- und Hygieneleitlinien und das QM-System weiterzuentwickeln und um Evaluationskriterien zu ergänzen

 

  • die Pflegeorganisation soll sich vor allem an der Ganzheitlichkeit des Menschen, aber auch an ökonomischen, sozialwissenschaftlichen und pflegewissenschaftlichen Anforderungen orientieren,

 

  • die Gesundheitsförderung sowie das Verantwortungsbewusstsein von Patienten und Mitarbeiter für ihre eigene Gesundheit ist zu stärken,

 

  • die Arbeit im multiprofessionellen Team ist zu fördern,

 

  • eine gezielte Entlassungsplanung und Überleitungspflege ist durchzuführen.

 

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3. Leistungsangebot der Pflege

 

Im Folgenden werden wesentliche Maßnahmen der Pflege aufgeführt:

 

'' Grundpflege unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen entsprechend den Aktivitäten des täglichen Lebens

  • Hilfe bei der Körperpflege
  • Hilfe beim Kleiden
  • Lagern und Betten
  • Unterstützung bei der Ausscheidung
  • Unterstützung der und Kontrolle bei Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitszufuhr
  • Mobilisation: Hilfe beim Aufstehen und Gehen
  • Haar- und Zahnpflege
  • Nagelpflege

Liebevolle Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme

 

'' Behandlungspflege nach ärztlicher Anordnung

  • Legen von Harnblasenkathetern
  • Medizinische Bäder
  • Kontrolle von Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung und Blutzucker
  • Medikamenteneinnahme und -kontrolle
  • Durchführung von Injektionen
  • Durchführung von Blutentnahmen

 

'' Anwendung spezieller Pflegemethoden auf einigen Stationen

  • Lagerung nach Bobath
  • Anwendung der Aromatherapie
  • Anwendung der Kinästhetik (Lehre von der Bewegung)

 

'' Pflegerische Beratung

  • Diabetesberatung und -schulung
  • Anleitung zur Blutzucker-Messung
  • Anleitung zur selbständigen Insulininjektion und zur s. c. Injektion
  • Anleitung zum Stomawechsel
  • Beratung von Angehörigen
  • Ernährungsberatung

 

'' Entlassungsmanagement in Zusammenarbeit mit dem Entlassungsservice

  • Unterbringung in verschiedenen Pflegeheimen, vor allem im Marienheim
  • Verlegung in Rehabilitationskliniken
  • Beantragung von Pflegestufen bzw. -erhöhung
  • Verlegung in Kurzzeitpflegeeinrichtungen vor allem in die Diakonie-Kurzzeitpflege
  • Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst
  • Vermittlung zur häuslichen Krankenpflege vor allem zur Diakoniesozialstation
  • Organisation von Behandlungspflege und Pflegehilfsmittel

 

'' Schmerzdienst

  • Einleitung einer Schmerzeinschätzung mit dem Ziel der Vermeidung bzw. Verringerung von Schmerzen
  • Schmerzbehandlung und Beratung

 

'' Wundmanagement

  • Einleitung spezieller Maßnahmen des Wundmanagements
  • Anleitung und Hilfestellungen geben
  • Hilfsmittelanleitung

 

'' Inkontinenzberatung

  • Inkontinenzsprechstunde
  • Hilfestellungen zur Ernährung und richtigem Trinkverhalten
  • Hilfsmittelanleitung

 

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4. Pflegetheorie

 

Pflegetheorie ist die abstrakte, wissenschaftliche Betrachtung von Pflege. Um diese auf die Praxis anwenden zu können, bedienen sich PflegetheoretikerInnen eines Modells, das den Sachverhalt bestmöglich vereinfacht.

 

Marienheim

Im Diakonissenkrankenhaus Dessau ist der Pflegebereich nach den Pflegemodellen von Nancy Roper und Liliane Juchli ausgerichtet, wobei letztere im Wesentlichen bestehende Modelle (z.B. Roper, Henderson) durch persönliche und religiös-christliche Sichtweisen erweitert hat.

Beide sind Bedürfnismodelle und orientieren sich an den Aktivitäten des täglichen Lebens, wobei sich N. Roper neben Bedürfnissen auch an Bedingungen anlehnt, damit sich Ressourcen und Selbstheilungs-kräfte entfalten können.

 

Im Vordergrund beider Modelle stehen die 12 Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL’s), die innerhalb des Lebenszyklus in einem Spannungsfeld zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit ausgeübt werden.

Im Vordergrund unserer Pflegeplanungen stehen die ATL`s: Atmen, sich bewegen, Waschen und Kleiden, Essen und Trinken, Ruhen und Schlafen, Ausscheiden und Kommunizieren.

Die ATL’s sind als “Netzwerk und Regelkreis“ zu verstehen, die nie isoliert von einander betrachtet werden dürfen. Einschränkungen und Probleme werden individuell und gemeinsam mit dem

Betroffenen ermittelt und auf dem Pflegeerhebungsbogen erfasst. Die Pflege beachtet alle Lebensbezüge des Menschen, d.h. Körper, Psyche und soziales Umfeld.

 

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5. Definition des Pflegeprozesses

 

Pflegeprozess ist das systematische, methodische und bewusste Vorgehen, bei dem Pflegepersonen die Pflegebedürftigkeit eines Patienten einschätzen und Pflegemaßnahmen planen, um die definierten Ziele zu erreichen.

Der Problemlösungsprozess wird erst wirksam durch die Qualität der Beziehung, die zwischen Pflegeperson und Patient zustande kommt.

 

Um Pflege richtig zu planen, werden die Schritte nach dem 6-stufigen Modell von Fiechter/Meier  eingeteilt, indem das  pflegerische Vorgehen als „Pflegeprozess“ dargestellt wird.

 

'' 6-stufiges Modell des Pflegeprozesses von Fiechter/Meier:

 

1. Informationssammlung

 


2. Erkennen von Problemen und Ressourcen

 

  • Hinweise hierzu liefert das Erstgespräch mit dem Patienten
  • fachkompetente Beobachtungen
  • Sichten vorhandener Unterlagen
  • Informationen von Angehörigen


  • Erfassen von Patientendaten und Aufnahmestatus
  • Pflegerelevante Daten werden im Pflegeanamnesebogen dokumentiert
  • Ressourcen und Probleme werden dargestellt
  • Welche pflegerischen Maßnahmen müssen eingeleitet werden?

 

3. Festlegen der Pflegeziele

 


4. Planung der Pflegemaßnahmen

 

  • die Pflegeziele werden gemeinsam mit dem Patienten unter Einbeziehung der Selbstkompetenz erarbeitet

 


  • anhand der gewonnenen Informationen
  • die notwendigen Pflegemaßnahmen werden konkret beschrieben mit Angabe der Häufigkeit, Art, Hilfsmittel, etc. und mit Handzeichen signiert

 

5. Durchführung der Pflegemaßnahmen

 

6. Beurteilung der Wirkung der Pflege

 

  • geplante Maßnahmen werden fachkompetent durchgeführt
  • die durchgeführten Maßnahmen werden mit dem Handzeichen signiert
  • Abweichungen von der Vorplanung werden im Pflegebericht begründet

  • Verlauf und Wirkung der Maßnahmen werden kontinuierlich dokumentiert
  • der Prozess wird nachvollziehbar und die Wirkung der Pflegemaßnahme wird kontrollierbar.
  • objektive Daten zur subjektiven Befindlichkeit werden erfasst

 

Der Pflegeprozess ist ein Denk- und Arbeitsinstrument für eine systematische Vorgehens­weise in der Pflege.

Pflegeprozess und Dokumentation gehören untrennbar zusammen - ohne Pflegeprozess ist keine sinnvolle Dokumentation möglich und ohne Dokumentation ist Pflege nicht korrekt überprüfbar. In der DKD gemeinnützige GmbH erfolgt die Dokumentation zur Informationssammlung und zum Erkennen von Problemen und Ressourcen auf dem Stammblatt und dem Pflegeerhebungsbogen. Dabei sind uns bereits bei der Aufnahme Informationen für die ggf. notwendige Überleitung wichtig. Die Pflegeplanung und der Nachweis der durchgeführten Maßnahmen erfolgen auf dem eigens entwickelten Pflegeplanungs- und Durchführungsnachweisbogen. Auf diesem werden auch notwendige Veränderungen und Ergänzungen dokumentiert. Zur Verbesserung der poststationären Pflege wurde der Pflegeüberleitungsbogen eingeführt.

 

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6. Pflegeorganisationsform

 

Im Diakonissenkrankenhaus Dessau wird der Pflege- und Funktionsbereich von der Pflegedienstleitung verantwortet. Der PDL sind zwei Bereichsleitungen unterstellt, die dem Pflegebereich und Funktionsbereich vorstehen.

 

Mit der Forderung nach mehr Ganzheitlichkeit und Bedürfnisorientierung in der Patientenversorgung verändert sich die Arbeitsorganisation von reiner Arbeitsteilung hin zu einer Zimmer - oder Gruppenpflege. Diese umfasst die Einteilung der Ebenen in zwei Gruppen, die den examinierten Pflegekräften im Rahmen der Tagesplanung zugeteilt werden. Diese übernehmen dann während ihrer Schicht die pflegerische Verantwortung für ihren Bereich, inklusive Organisation, Planung, Durchführung und Auswertung der Pflege sowie die

Gruppenpflege

Zusammenarbeit mit allen an der Versorgung beteiligten Bereichen (Arzt, Labor, Küche etc.)

 

Darauf aufbauend schließt die Gruppenpflege den Wunsch nach Reduzierung der Kontaktpersonen für die Patienten mit ein. Sie beruht darauf, dass eine examinierte Pflegefachkraft den Patienten von der Aufnahme im Krankenhaus bis zur Entlassung begleitet und damit die volle Verantwortung im Pflegeprozess sowie die Koordination der Pflege auch während ihrer Abwesenheit übernimmt. Das heißt, sie erteilt für ihre Abwesenheit Instruktionen über den individuellen Ablauf des Pflegeprozesses. Die Gruppenpflegeperson ist durch ihre besonderen Kenntnisse von Bedürfnissen und Besonderheiten des Patienten in der Lage, den Krankenhausaufenthalt optimal zu gestalten.

 

Auf den Ebenen des DKD wird z. Zt. in einer Kombination von Gruppen- und Funktionspflege gearbeitet. Dabei ist der Grad der Umsetzung der Gruppenpflege immer abhängig von der individuellen Organisation der Ablaufprozesse auf den Ebenen.

Mittelfristig wird, im Rahmen einer ganzheitlichen und patientenorientierten Versorgung, eine konsequente Umsetzung der Gruppenpflege auf allen Ebenen eingeführt. Gleichzeitig werden vorhandene positive Grundstrukturen auf allen Ebenen gestärkt. Das bedeutet für die examinierten Pflegekräfte die Übernahme von mehr Eigenverantwortung für die Organisation des gesamten Pflegeprozesses und der damit verbundenen Ablaufstrukturen. In diesem Zusammenhang kommt den Teamverantwortlichen immer mehr die Funktion eines Coach bzw. Ansprechpartners zu, sowie die Verantwortung für die Kontrolle der Pflegequalität.

 

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7. Koordination/ Kooperation/ Schnittstellen

 

 

'' Zusammenarbeit innerhalb der DKD

 

Außenansicht Marienheim

1. Kooperation mit dem Arztdienst

Die Kooperation mit dem Arztdienst ist geprägt von einem partnerschaftlichen und kollegialen Ansatz, um berufsgruppenübergreifende Lösungen für Gesundheitsprobleme der Patienten zu entwickeln. Aufgrund schriftlicher ärztlicher Verordnung führen die Pflegenden im Rahmen der Mitwirkung folgende Aufgaben aus(KrPflG):

 

  • eigenständige Durchführung ärztlich veranlasster Maßnahmen,
  • Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation,
  • Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen.

 

Für die von ihnen durchgeführten Maßnahmen tragen die Pflegenden die Durchführungsverantwortung. Dementsprechend übernehmen sie nur Aufgaben, die ihren Kompetenzen entsprechen. Die Aufgabenübernahme erfolgt im Rahmen der Delegation ärztlicher Tätigkeiten nach der hausspezifischen Dienstanweisung.

 

2. Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stationen und Funktionsbereichen

Alle Stationen und die Funktionsbereiche arbeiten zusammen.

Besonders eng ist die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen in der Geriatrie, wo die Arbeit im therapeutischen Team erfolgt. Die interdisziplinäre Intensivstation fungiert als Schnittstelle zwischen den Stationen und dem OP und arbeitet mit allen Stationen, bzw. Kliniken zusammen. Alle am Versorgungsprozess der Patienten Beteiligten verstehen ihre Arbeit im Sinne eine Dienstgemeinschaft. Dies betrifft auch alle Bereiche, die von externen Firmen erbracht werden.

 

3. Zusammenarbeit mit der Zentralen Aufnahme

Alle Patienten werden über die Zentrale Aufnahme, in die auch die Notfallaufnahme integriert ist, aufgenommen. Die Mitarbeiter der Zentralen Aufnahme übernehmen dabei neben den administrativen Aufgaben auch alle Erstuntersuchungen. Die Abläufe sind in Verfahrensanweisungen geregelt.

 

4. Nachtdienstregelungen

Um die Pausenabdeckung, Hol- und Bringedienste, die Qualität der Pflege und Notaufnahmen während der Nacht zu sichern, gibt es einen zusätzlichen Nachtdienst im Krankenhaus. Auf der akutgeriatrischen Station arbeiten, wenn möglich, eine Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie eine Krankenpflegehelferin im Nachtdienst.

Auf der Intensivstation arbeiten in der Regel zwei Gesundheits- und Krankenpflegerinnen während der Nacht.

 

5. Seelsorge

Im DKD ist eine Seelsorgerin halbtags angestellt. Sie ist sowohl für Patienten und ihre Angehörigen als auch für Mitarbeitende ansprechbar. Außerhalb der tagesüblichen Arbeitszeit steht zusätzlich der theologische Geschäftsführer zur Verfügung. Bei Abwesenheit übernimmt die Pflegedienstleitung die Kontaktherstellung zu Seelsorgern. Bei Wunsch informiert die PDL auch die Heimatseelsorger.

 

6. Begleitung Sterbender und Betreuung der Angehörigen

Neben der Seelsorgerin stehen auch unsere Diakonissen zur Sterbebegleitung zur Verfügung. Bei Möglichkeit werden die Angehörigen in die Sterbebegleitung einbezogen. Die Pflegekräfte organisieren die Begleitung und stehen bei Möglichkeit ebenfalls zur Begleitung zur Verfügung. Dafür werden regelmäßige Fortbildungen im Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden angeboten.

 

7. Entlassungsmanagement

Als direkte Anlaufstelle zur Beantragung von Kuren oder Heimplätzen und zur Vermittlung von Kurzzeitpflege - und Hauskrankenpflegeinrichtungen sind zwei Mitarbeiterinnen im Sozialdienst und die Koordinatorin der Geriatrie zuständig. Bei Fragen und Problemen stehen sie zur Verfügung und suchen gemeinsam mit Patienten und/oder Angehörigen nach Lösungen und deren Umsetzung. Nach Möglichkeit findet der Erstkontakt mit Nachsorgeeinrichtungen bereits im Krankenhaus statt. Der Patientenüberleitungsbogen enthält alle für die nachstationäre Versorgung wichtigen Informationen. Die Mitarbeitenden des Altenpflegeheims der Anhaltischen Diakonissenanstalt und der Diakoniesozialstation nehmen regelmäßig an krankenhausinternen Fortbildungen teil.

 

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'' Zusammenarbeit mit der Management- und Servicegesellschaft

 

 

1. Servicepersonal

 

2. Küche

 

Auf jeder Station stehen Mitarbeiter der MSG als Servicepersonal zur Verfügung, die den Patienten bestimmte Serviceleistungen anbieten. Als Standard gehören das Anbieten von Obst und Getränken, Presseerzeugnissen sowie die Austeilung der Mahlzeiten zu dem Aufgabenspektrum des Servicepersonals. Die Zubereitung der Speisen erfolgt in der Zentralküche unserer Einrichtung. Das Personal wird von der Management- und Servicegesellschaft gestellt. Als Bindeglied zum Patienten stehen Versorgungs- und Diätassistenten zur Verfügung, die entsprechend diätetischer Vorgaben der Station die Versorgung und ggf. Beratung übernehmen.

 

 

3. Reinigungsdienst

 

4. Zusammenarbeit mit dem Einkauf

 

Die Reinigung der Patientenzimmer, Flure, Dienst- und Behandlungsräume erfolgt nach einem abgestimmten Reinigungskonzept.

 

 

 

 

 

 

Ein Modulsystem ist eingeführt. Die Bestückung der Schränke erfolgt durch Versorgungsassistenten.
Neue Produkte werden durch eine Bemusterung auf den Stationen getestet und danach in Zusammenarbeit ausgewertet. Verantwortlich dafür ist die Materialwirtschaftskommission, die aus Vertretern des ärztlichen und Pflegedienstes und dem Leiter des Einkaufs und der Serviceabteilung sowie dem Betriebsdirektor besteht.

 

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'' Zusammenarbeit mit weiteren Dienstleistern

 

1. Zusammenarbeit mit der Apotheke

Die Apothekenlieferung erfolgt über die Waisenhausapotheke in Halle/Saale. Zweimal jährlich finden Stationsbegehungen statt um die Vorratshaltung und BTM-Bestand zu kontrollieren. An den Besprechungen der Arzneimittelkommission nimmt die Pflegedienstleitung teil.

 

2. Zusammenarbeit mit dem Labor

Alle Laboruntersuchungen erfolgen durch die Arztpraxen für medizinische Mikrobiologie und Labordiagnostik in Dessau. Für die Notfallanalytik besteht im Krankenhaus ein Notfalllabor.

 

3. Pflegenetz

Die Diakonissenkrankenhaus Dessau gemeinnützige GmbH hat sich mit dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Dessau e.V. und der Anhaltischen Diakonissenanstalt Dessau zum Pflegenetz Dessau zusammengeschlossen. Das Pflegenetz dient als Plattform für eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit bei der Versorgung von Patienten und Heimbewohnern. Als Lotse durch das Pflegesystem sind wir bereit, entsprechend des individuellen Pflegebedarfs und des Umfeldes jedem Hilfesuchenden direkt, schnell, kompetent und wohnortnah zu helfen.

 

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